Trainiert wird traditionell in extra dafür eingerichteten Übungshallen dem sogenannten Dojo. Da diese aber leider oft nicht zur Verfügung stehen, muss oftmals (so auch in Würzburg) eine Sporthalle als Dojo dienen.
Zunächst werden die einzelnen Elemente aus der eine Kata besteht erlernt. Eine Kata ist ein vorgegebener Bewegungsablauf, der einer realen Situation nachempfunden ist.
Die Kata beinhaltet immer vier Elemente:
nukitsuke - Ziehen des Schwertes
kiritsuke - Schnitt(e)
chiburi - Reinigen des Schwertes
noto - Zurückführen des Schwertes
Das Besondere am Iaido liegt darin, dass jeder die kata für sich alleine übt. Es gibt keinen realen Gegner.
Aus diesem Grund entstehen Fehler alleine aus einem selber. Belastende Gedanken, naive Vorstellungen oder falsche Bewegungen fordern den Übenden. Die Herausforderung besteht also die aus einem selbst entstehenden Fehler zu beseitigen. Dadurch entsteht die in allen Bewegungen angestrebte Einheit von Körper und Geist ki ken tai ichi.
"Das, was 'gut' oder 'schlecht' ausmacht, hängt letztendlich vom Standpunkt jedes einzelnen ab, es bleibt einem also gar nichts anderes übrig, alles solange durchzukauen, bis es einem selbst verdaulich, das heißt verständlich geworden ist. Macht man das nicht, kann man zehn oder zwanzig Jahre lang immer auf immer denselben Fehler hingewiesen werden, (und es ändert sich nicht das geringste). Wirkliche Weiterentwicklung ist nur in der Umsetzung von selbst Gedachtem und Erlebten möglich."*